Valentinstag- warum überhaupt?

Der Valentinstag. Puh, was soll ich dazu bloß schreiben? Dieses Wort löst bei mir keine Begeisterungsstürme aus. Es kommt eher so ein beklemmendes Gefühl hoch, so ein Druck etwas tun zu müssen, etwas erfüllen zu müssen. Woher das kam, war mir nie bewusst. Da habe ich nie drüber nachgedacht. Als ich heute dieses Wort vor mir hatte, habe ich es das erste Mal seit Langem zugelassen. Dieses Wort angeschaut und gewartet, was passiert.

Mich hat es nicht dazu gebracht loszulaufen, um Schokolade und Blumen zu kaufen. Ach nein, das muss ja der Mann machen. Nein, muss er nicht. Was für ein Quatsch. Ich glaube ich würde laut loslachen, wenn mein Mann mit einem riesigen Strauß roter Rosen in der Tür stehen würde. Wahrscheinlich würde ich fragen, was passiert ist. Dazu muss ich sagen, dass ich mit Schnittblumen nicht so viel anfangen kann.

Blumen gehören für mich in den Garten, nicht auf den Esstisch.

Aber vielleicht liegt das auch daran, dass meine Katzen jegliche Blumen zerpflügt haben, die den Weg in die Wohnung gefunden haben.

So, zurück zum drückenden Gefühl. Mir kam gerade wieder die Schulzeit in den Sinn. Ich bin ganz froh, dass die schon seit…18 Jahren vorbei ist. Ach du Sch… . Ich bin alt. Oh je, anderes Thema.

Bei uns in der Schule konnte man kurz vorm Valentinstag Rosen bestellen und kleine rote Kärtchen verschicken. Diese wurden dann am Valentinstag vor der ganzen Klasse verteilt. In Kombination mit einem Lutscher, wenn ich mich recht entsinne. Diesen Zusammenhang habe ich noch nie verstanden. Was soll der Lutscher? Soll der den jugendlichen Hormonausschuss ausgleichen? Naja, das werd ich wohl nicht mehr ergründen. Mich würde allerdings interessieren, ob es diesen Brauch an der Schule immer noch gibt.

Ich glaube die Idee zum Rosen verschenken, kam aus der Schülerriege. Vermutlich gut gemeint, aber Ziel verfehlt. Denn es führte nur dazu, dass die Stimmung angespannter wurde, je näher der berüchtigte Tag rückte. Denn wer überhaupt keine Rose bekam, wurde ziemlich mitleidig angesehen. Das wollte niemand. So haben wir uns unter Freundinnen Kärtchen hin und hergeschickt, damit niemand von uns leer ausging.

Das hängt mir glaub ich immer noch nach. Wahrscheinlich hat mir das den Valentinstag für immer verdorben. Ist aber auch nicht schlimm. Denn ich hasse Tage, die mir vorschreiben, was ich zu tun habe. Wahrscheinlich kommt daher auch meine Abneigung gegen Karneval. Da haben wir doch vielleicht schon das nächste Wort. Nee, keine Lust.

So, das reicht zum Valentinstag. Lass dir bitte von mir den Tag nicht verderben, wenn du ihn in vollen Zügen genießt. Ich freue mich für dich, aber bitte schick mir keine GiF’s oder Fotos von Küssen, Blumen oder Herzen am Valentinstag. An allen anderen Tagen gerne. 🙂

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